Drei Dinge über Profi-Golf, die jedem Fan bewusst sein sollten

Golfprofi
Foto: DEKLOFENAK
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Wenn Du viel Zeit damit verbringst, die besten Golfer der Welt zu beobachten, wird es viele Gelegenheiten geben, bei denen ihr Spiel ziemlich einfach aussieht. Jeder, der versucht hat, die größten Momente seines Lieblingsgolfers auf dem örtlichen Platz nachzuahmen, weiß aber, dass es alles andere als einfach ist, solch ein Niveau zu erreichen.

Egal, ob Du im Fernsehen zusiehst, als Zuschauer auf dem Platz bist oder nach Tipps und Tricks suchst, auf wen Du beim nächsten Major eine Wette platzierst – es ist immer eine gute Idee, sich gelegentlich vor Augen zu führen, was zum Erfolg professioneller Golfer gehört. Das Leben eines Tour-Profis besteht nicht nur aus Trophäen und Fototerminen. Hier liest Du, was man über das anstrengende Leben eines Top-Golfers wissen sollte.

Die Kosten, ein Profi zu sein

Für einige wenige spielt Geld irgendwann in ihrer beruflichen Laufbahn keine Rolle mehr. Für die meisten jedoch können die Kosten für die Aufrechterhaltung ihrer Position als Stammgast auf der Tour enorm sein und es kommen normalerweise enorme Investitionen hinzu, die sie tätigen mussten, um dorthin zu gelangen.

Am Anfang steht das Geld, das die Profis für Coaching ausgeben müssen. Professionelle Golfer müssen ständig üben, und ein Teil dieses Übens erfordert die Arbeit mit einem Trainer – was Geld kostet. Sie zahlen möglicherweise etwa 250 Euro pro Stunde, um mit einem Top-Coach zusammenzuarbeiten. Selbst wenn Du also das absolute Minimum von einer Stunde Coaching pro Woche absolvierst, summiert sich das auf 12.000 Euro pro Jahr.

Möglicherweise bekommt mancheiner einen Sponsor, der sich um die Ausrüstung kümmert – obwohl dies vom Erfolg abhängt – aber dann fallen auch noch die Startgebühren an. Selbst für kleinere Tourveranstaltungen können die Eintrittsgelder bei bis zu 2.000 Euro betragen. Und wenn Du planst, während der Saison an einem Dutzend oder mehr Veranstaltungen teilzunehmen, summieren sich diese Gebühren. Dazu kommen die Lebenshaltungskosten, die Reisekosten und die Kosten für einen Caddy – das alles summiert sich. Um einen Platz auf einer der wichtigsten professionellen Touren zu behalten, könnte es mehr als 100.000 Euro pro Jahr kosten.

Die harte Arbeit

Vielleicht möchtest Du jede Woche eine Runde spielen, vielleicht hast Du auch richtig Lust und kommst ein paar Mal in der Woche auf die Driving Range. Aber könntest Du damit umgehen, den ganzen Tag – jeden Tag – Jahrzehnte lang zu trainieren? Golfprofis verbringen mehr Zeit mit Üben als mit Turnieren, und sie üben hart. Wir sprechen davon, deine gesamte Zeit deinem Spiel zu widmen, als ob es das Einzige für Dich wäre, was zählt.

Der typische Tour-Profi verbringt täglich drei bis vier Stunden mit Schwungtraining und ebenso viel Zeit mit dem kurzen Spiel. Diese Praxis ist enorm intensiv. Es geht nicht nur darum, Bälle zu schlagen oder zu putten. Sie verwenden die wildesten Tools um ihre Ausrichtung, Ballposition, Schwungebene und Puttroutine während des Trainings zu beurteilen. Manchmal mit Instruktor, aber meistens mit ihrem Caddy, damit sie ein zweites Paar Augen dabei haben. Das ist ihre Aufgabe, und die ist sehr anstrengend.

Neben der technischen Arbeit gibt es ein gewisses Maß an körperlichem Training, sei es im Fitnessstudio oder bei der Arbeit mit einem Fitnesstrainer. Ein Golfer kann Verpflichtungen gegenüber Sponsoren, Clubs und anderen Stakeholdern haben, und wenn er sich niemanden leisten kann, der sich um die Verwaltung kümmert, muss er sich auch selbst noch darum kümmern und als sein eigener Agent, Sekretär und Buchhalter fungieren.

Der Leistungsdruck

Sportfans und Experten sprechen viel über Druck, aber was das menschlich bedeutet, vergisst man leicht. Denke an eine Zeit zurück, in der Du unter Druck standest. Vielleicht musstest Du mal eine Rede vor vielen Leuten halten oder eine Betriebsfußballmannschaft trainieren. Stelle Dir nun vor, dass dein Einkommen, der Lebensunterhalt, dein Ruf und sogar dein geistiges Wohlbefinden unter diesem Druck auf dem Spiel stehen.

Golf ist ein intensives psychologisches Spiel und eine der einsamsten Sportarten, die es gibt. Könntest Du deinen Schwung durchziehen und Dich auf die technischen Details des Spiels konzentrieren, während Tausende von Menschen jeden deiner Schritte genau verfolgen. Wissend, dass ein winziger Ausrutscher Dich Tausende, sogar Zehntausende Euros kosten könnte, weil Du befürchtest, dass die Leute Dich im Stich lassen, wenn Du versagst? Und könntest du das jahrelang jede Woche machen?

Die besten Spieler werden Golf immer einfach aussehen lassen. Erinnere Dich immer daran, dass die Anforderungen an den Profi enorm sind und dass es um mehr als nur gute Technik geht, um in der Welt des Golfs an die Spitze zu kommen, während Du deinem Favoriten beim Golfen zusiehst.

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